Tour 3 - Deutsches Eck und Rheintal

Hauptkategorie: Hobbies
Erstellt: 12 Juni 2011
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Am Dritten Tag - Pfingstsonntag - sollte es wieder mittags losgehen. Robert wollte doch nicht mitkommen, und nachdem ich ihm erklärt habe, wie er im Debugger seiner neuen Spiele-Engine "Game Maker" eine Expression "watchen" kann, durfte ich auch endlich los.

 

Die ÜbersichtskarteBei feinstem Wetter - 22°C, die Frisur hält - fuhr ich erst mal in Richtung Kirberg. Vorbei am Bogenschießplatz in Oberauroff auf die B417 und (immer schön langsam, hier wird gerne fotografiert) in den genannten Ort. Dort mal wieder die kleine Überraschung, dass sich maps.google und die lokalen Ortshinweise nicht immer unbedingt decken müssen. Das liegt aber wohl eher daran, dass google die Ortsnamen irgendwohin schreibt und man einfach genau auf die Karte sehen muss (habe ich schon erwähnt, dass ich leider kein Navi bekommen habe?).

Weiter über verschiedene kleinere Orte - mal hübscher, mal weniger hübsch. Hessen war ja seit dem 30-jährigen Krieg in weiten Teilen ein typisches Arme-Leute-Land und manchen Orten sieht man das immer noch an.

Citroen-Sammlung 1Hinweis auf das MuseumHey, was ist das? Plötzlich taucht in Holzhausen an der Haide eine Sammlung alter Autos auf. Haben die das Schild rechts falsch verstanden?

Also erst mal parken und anschauen!

 

Citroen-Sammlung 2Citroen-Sammlung 3Citroen-Sammlung 5

Citroen-Sammlung 4

Eine ganze Batterie alter Citroens steht auf dem Parkplatz und macht wohl ihr eigenes Museum auf. Aber weit gefehlt: Nach leichtem Suchen stellt sich das Gebaüde als das Geburtshaus von Nicolaus August Otto heraus, dem Erfinder des gleilchnamigen Motors.

Museum 1Museum 2Museum 3Naja, wenn ich schon mit einem solchen Motor unterwegs bin, kann ich ja auch mal einen Blick ins Museum werfen.

Ganz nette Ausstellungsstücke finden sich dort - allerdings auch diverse Diesel-Motoren. Hatte die nicht jemand anderes erfunden? Die Diesel kommen daher, dass das Otto-Museum kombiniert ist mit Ausstellungsstücken von Deutz. Und die haben lieber Diesel gebaut.

 

 

PleuelstangeHolzvergasermotorDas Schild zum HolzvergaserHubschraubermotorNeben einigen interessanten Modellen, die Zwei- und Viertakter erläutern, sind auch ein paar Raritäten zu entdecken: Eine Pleuelstange für einen Motor mit schlappen 73 Litern Hubraum (!), ein russischer Hubschraubermotor und - sogar direkt von außen durch ein Schaufenster einzusehen - ein Holzvergasermotor aus den 30ern des letzten Jahrhunderts.

 

ModelleMotorenNoch ein nettes Pläuschchen mit dem Betreiber der Museums, dann wusste ich auch, dass die eigentümliche Citroen-Ansammlung eine Reisegruppe war, die sich für den Museumsbesuch extra angemeldet hatte.

 

Kurbelwelle extra largeInnenraum Citroen - Charme der 30erBeim Rausgehen überlegte ich noch, ob ich die nette Kurbelwelle vor dem Haus für mein Moped gebrauchen könnte - aber ich hatte zu wenig Zylinder...

Nach einem Blick in das Innere eines der 30er-Jahre-Autos entschloss ich mich, doch lieber mit der 1200er weiterzuheizen...

 

 

Historisches Rathaus NassauFreiherr vom Stein ParkDie nächste Station war Nassau. Das historische Rathaus lud zum Verweilen ein (endlich mal keine Hochzeit), der direkt daneben liegende Freiherr vom Stein Park ebenfalls.

Interessant die rekursive Beschriftung des Parks. Da fällt mir ein alter Informatiker-Witz ein: GNU ist Nicht Unix...

Egal, weiter.

Kaiser-Wilhelm-DenkmalMosel trifft RheinEndlich taucht Koblenz auf. Und die BUGA... Der Stau zog sich etwas, bis ich einen Abstellplatz für mein Moped hatte. Dann ging es auf zum Kaiser-Wilhlem-Denkmal ("Wir wollen unseren ollen Kaiser Wilhelm wiederham"). Also schnell rauf da und von oben die Zusammenführung von Mosel und Rhein geknipst, bevor wieder die Akkus alle sind. Hübsch ist auch die Seilbahn von einem zum anderen Rheinufer.

Aber leider momentan alles nur zu BUGA-Preisen, außer für den ollen Kaiser muss man für alles den BUGA-Eintritt bezahlen. Das spar ich mir, Sprit ist teuer und wenn ich so weiterfahre, komme ich mit den 600 Freikilometern auch nie hin.BUGA von oben

Das Bild oben zeigt einen kurzen Blick auf das BUGA-Gelände. Was man zum Glück nicht hört, ist die Musik, die gerade lief: Popcorn "aufge-pop-t". Wem's gefällt...

Also wieder rauf auf die Kiste und weiter in Richtung der Loreley. Zwischendurch ein paar Kartoffeln mit Tomate reingepfiffen (Pommes mit Ketchup) und gemütlich am Rhein entlang nach Goarshausen. Gemütlich ist eigentlich ein zu schnelles Wort für die Strecke, einige Wagen vor mir zuckelt ein hellblauer X3 offen mit 50 Sachen. Aber das macht mir nix - satt und ausgeglichen kann ich mir so in aller Ruhe die Rheinaussicht zu Gemüte führen.

Loreley in Richtung NordenLoreley in Richtung SüdenVon Goarshausen nach links weg den Hinweisschildern folgen, 10 Minuten später bist Du auf dem Loreleyfelsen. Die Strecke eignet sich übrigens weniger für Fahrradtouren, es geht ganz schön steil bergauf. Die Sirenen habe ich nicht gehört, vielleicht waren die im Pfingstwochenende.

 

Loreley in Richtung SüdenLoreley in Richtung NordenAber schöne Aufnahmen gegen die Sonne habe ich hinbekommen.

So langsam neigt sich der Tag zum Abend, aber die Frisur hält...

 

Loreley-StatueDie PlattformanlageDie nette Dame rechts ist die Loreley, das andere Bild zeigt die Plattformanlage oben. Auch ohne Moped lohnt sich ein Kurzausflug dahin. Als ich das letzte Mal mit Robert auf dem Felsen war, fand dort gerade ein Käfer-Oldie-Treffen statt. Irgendwas zu Gucken gibt's da eben immer.

 

Danach ging es ohne nennswerte weitere Umwege (nur eine Baustellen-Umleitung) über verschiedene kleinere Straßen nach Hause. Dabei habe ich auch mal die höheren Drehzahlen ausprobiert. Macht Spaß!