Madeira 2017, 5. Tag

Gallische Hütte
Erstellt: 12 September 2017
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Rechts rum ging es heute, nach Osten. Zuerst einmal machten wir uns auf den Weg nach Gallien. Dort gab es schon 50 v.C. ein kleines gallisches Dorf, das den Römern unerbittlichen Widerstand geleistet hat.

Die Rede war damals davon, dass die Dorfbewohner einen magischen Zaubertrank von ihrem Druiden gebraut bekämen, der sie unbesiegbar machen würde.

Solch ein gallisches Dorf - genauer: ein paar ihrer Hütten - gibt es in Santana zu sehen. Dazu ein paar Gärtchen, einen Baum, in dem Miraculix seine Misteln mit der goldenen Sichel schneiden kann - und sogar WLAN hatten die Gallier schon. Kein Wunder, dass Cäsar keine Chance gegen sie hatte.

Hütte

Hütte

Diese Hütten waren weniger gallische Erfindung, sondern sie wurden hier auf Madeira genutzt und mit ganzen Familien bewohnt. Ca. 18m2 hatten ihre Bewohner zur Verfügung. Deshalb werden sie heute eher in Verbindung mit weiteren Anbauten genutzt - oder eben als gallisches Dorf.

Hütte

Hütte

Zum Beispiel als kleiner Laden:

Hüttenladen

Offensichtlich gibt es heute sogar Bedarf an Neubauten:

Hütte im Rohbau

Klar, die Gallierin muss ja irgendwo wohnen. Bald ist Winter.

Gallierin

Das hier ist bestimmt der Baum, in dem Miraculix seine Misteln geschnitten hat. Alleine die Tatsache, dass das nicht am Baum dransteht, ist ein klarer Hinweis darauf - denn Druiden haben ihre Lieblingsbäume ja immer geheim gehalten.

Baum des Miraculix

Zu einem ordentlichen gallischen Dorf gehören auch eine oder mehrere Banken. Nicht nur in der Schweiz, sondern besonders die Korsen haben den Trend damals eingeläutet. Die erste Bank wurde wohl länger nicht genutzt (die Nutzer sind wahrscheinlich Wildschwein jagen), die zweite Bank war dann auch schon gleich besetzt.

Bank länger nicht benutzt

Icke

Schon in der Geschichte des geteilten Dorfes haben wir gelernt, dass es drüben auch manchmal noch Hütten gibt. Hier ist das auch so. Hüben wie drüben, natürlich immer mit Mauer:

Hütte drüben


Hütte hüben

Dann ging es - nach kurzem Snack - weiter nach Pico do Arieiro auf etwas mehr als 1800m Höhe. Dort gibt es eigentlich nur eine militärische Radarstation, die man natürlich nur von außen besichtigen kann. Oder eher eigentlich gar nicht besichtigen. Aber sehen. Für Fotofreunde ist die geniale Aussicht interessant, für Wanderer der Spaziergang zu einem noch höheren Punkt. Dazu muss man aber neben gutem Schuhwerk auch unbedingt eine winddichte Jacke haben, denn da bläst es ganz kräftig. Zu kräftig für uns Weicheier. Also rein in den Shop und eine Chinesa bestellt für Anette und eine Limo für mich.

Schild

Berge in den Wolken

Berge in den Wolken

Berge in den Wolken

Berge in den Wolken

Berge in den Wolken

Berge in den Wolken

Au diesen Bergen wächst ein relativ dickes Gras, das auch gerne mal kleine Äste festhält.

Gras

Hier das Bild der Radarstation. Für die Aluhutträger unter uns: das zweite Bild zeigt die gefährliche Strahlung. In Verbindung mit Chemtrails bestimmt kritisch. Dagegen verkaufen sie im Shop gestrickte Mützen. Das Muster macht die Strahlung ungefährlich und lässt sie gleichzeitig die Chemtrails inaktivieren (durch erhöhte Konzentration inaktiven Sauerstoffs O0)

Radar

Radar

Etwas ernster gemeint ist das Foto hier: durch den starken Wind würde das Bisschen Sand, das es dort oben gibt, sofort weggeweht. Um das zumindest zu begrenzen, ist auf dem Boden ein Metallnetz ausgelegt. Das hilft natürlich auch gegen Erdstrahlen und reflektiert die UV-Strahlung, die durch die Chemtrails fokussiert wird.

Sand im Netz

Auf dem Heimweg haben wir im Hafen - allerdings diesmal von ganz oben - wieder zwei Schiffe gesehen. Diese waren deutlich kleiner, als die Britannia von vorgestern.

Schiff 1

Schiff 2

Morgen haben wir noch einen ganzen Tag mit Auto, dann geht es am Donnerstag schon wieder nach Hause.